Dernah

Das Projekt

Im Jahr 2000 suchte der libysche Stromversorger GECOL (General Electric Company of Libya) Experten für die Ermittlung von Windenergiepotenzialen im Land sowie für die Planung kommerzieller Windparks. Hauptaugenmerk neben der Berechnung der Wind-Ressourcen war der Wissenstransfer bezüglich Technik, Vorgehen und Abwicklung auf einheimische Ingenieure.
Das deutsch-dänischen Konsortium, bestehend aus CUBE Engineering, der Universität Kassel, dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und EMD International A/S erhielt im Februar 2001 den Auftrag. Ziel sollte ein Pilotprojekt für einen Windpark mit bis zu 60 MW installierter Leistung sein.

Die Leistungen von CUBE Engineering

Forschung und Machbarkeitsstudie

Zu Beginn mussten verschiedene Landstriche, die das Potenzial für die Realisierung eines Windparks in der gewünschten Größenordnung hatten, definiert werden. Sämtliche vorhandene Informationen wurden dazu gesammelt und ausgewertet, damit die technische wie die wirtschaftliche Machbarkeit des Projektes bewertet werden konnte.

Die Windmessungen fanden an verschiedensten Standorten über das gesamte Land hinweg  statt. Über  12 Monate wurden die Windverhältnisse erfasst, zu CUBE Engineering nach Kassel gesendet und dort ausgewertet. Das diesen Daten zugrundeliegende Gutachten wies am Ende der Phase I präferierte Standorte aus, die hinsichtlich ihrer Windressourcen, ihres Windparkpotentials sowie ihrer Tauglichkeit am Netz angebunden zu werden, optimal waren.   

Ausschreibung

Jetzt begann die technische Spezifikation aller Windpark-Komponenten, die Planung der Zufahrtsstraßen und die des Netzlayouts für die Elektrik. Die klimatischen Herausforderungen von Libyen hinsichtlich seiner Temperaturen und Sandstürme machten eine Überprüfung der zu verwendenden Materialien auf ihre Tauglichkeit nötig. Am Ende dieser Phase lagen sämtliche Ausschreibungsdokumente für eine schlüsselfertige Lieferung und den Bau eines 60 MW-Windparks vor.

Auftragsvergabe

Die Empfehlung bezüglich der Hersteller und der Anlagenbauer basierten auf der Auswertung aller Ausschreibungen. Die hier geübte Genauigkeit zahlte sich später aus, denn die Kosten für Windkraftanlagen und dem dafür nötigen Equipment machen etwa 70 bis 80 Prozent der Gesamtkosten aus.

Bau und Inbetriebnahme

Nachdem die lokale Verkehrsinfrastruktur auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie angepasst und die Kapazitäten des elektrischen Stromnetzes geprüft wurden, konnte mit dem Bau des Windparks begonnen werden.
Während des gesamten Projektverlaufs wurden Workshops und Trainings durchgeführt, um die involvierten Mitarbeiter über alle Phasen der Planung, Entwicklung und des Baus eines Windparks hin zu schulen.

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