Verluste durch Rotorblatt Vereisung

In Europa und Amerika gehören die subpolaren „Cold Climate“ Regionen wie Schweden, Finnland, Kanada und die „Northern States“ der USA weltweit zu den Ländern mit den größten Wachstumsraten bei der Windenergienutzung. Die Entwicklung von Projekten ist vielversprechend, denn das Land ist dünn besiedelt, bietet gute Windbedingungen und infolge der hohen Luftdichte eine hohe Energiedichte. Der Nachteil: Vereisungserscheinungen können die Produktivität der Windturbinen stark beeinträchtigen und zu empfindlichen Ertragsausfällen führen.

Daher ist es von großer Wichtigkeit zuverlässige Aussagen über die Vereisungsdauer und die Ertragsverluste durch Eisansätze zu erhalten. Auf diese Art kann z.B. der Bedarf an De-Icing-Technologien geklärt werden.

Grundlagen der Beurteilung der Eisverluste:
Basierend auf den Erfahrungen aus zahlreichen Windmessungen hat CUBE Engineering eine Methode entwickelt, bei der auf Grundlage der Aufzeichnungen von Windgeschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchte auf die langjährige Variation von Vereisungsereignissen am Standort geschlossen werden kann.

Unsere Vorgehensweise:

  1. Wir ermitteln die mittlere standortspezifische Vereisungsdauer im langjährigen Durchschnitt – real am Standort.
  2. Wir ermitteln die während dieser Vereisungsdauer vorherrschenden Windbedingungen  - real am Standort.
  3. Wir kalkulieren die voraussichtlichen Energieertragsverluste durch Rotorblattvereisung.

Unser Verfahren basiert – anders als Simulationen mit Klimamodellen - auf der Auswertung der tatsächlichen Standortdaten und beobachteten Wetterphänomenen. Hierdurch erhalten Sie mehr Sicherheit bei der Prognose ihrer Energieertragsverluste.

 
Je nach der Intensität der Vereisung werden dabei die Perioden mit dem Stillstand der Windturbinen oder mit dem Zustand verminderter Leistung gleichgesetzt. Die zeitreihenbasierte Berechnung und die Aufsummierung dieser Verlustereignisse über einen ausreichend langen Referenzzeitraum führen schließlich zu den zu erwartenden Energieertragsverlusten.
Eine Verifizierung des Verfahrens erfolgt über die Reproduktion der Vereisungsereignisse während der Messperiode möglich.

Voraussetzungen:
Damit das Verfahren anwendbar ist gibt es bestimmt Voraussetzungen, die wir gemeinsam klären - Gern erklären wir Ihnen weitere Details - sprechen Sie uns an.

Ansprechpartner

Carmen Bartelmai
Abteilungsleiterin
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