Kabelauslegung

Um die Energie Ihres Windparks optimal in öffentliche Energienetze einzuspeisen, müssen bei der Kabelauslegung Ihrer Windenergieanlagen (WEA) grundlegende Faktoren mit einbezogen werden:

  • Die Strombelastung bei Kabeln für Eigenerzeugungsanlagen ist deutlich höher als z.B. für Wohngebiete. Daher müssen sie laut Verband der Elektrizitätswirtschaft e.V. (VDEW) entsprechend stärker ausgelegt sein als Standardkabel.
  • Die Dimensionierung der entsprechenden Kabel sind zudem abhängig von Faktoren wie einer parallelen Kabelverlegung mehrerer Kabelsysteme (Häufung), einer Rohrverlegung, erhöhten Umgebungstemperaturen oder dem Erdbodenwärmewiderstand am Standort.
  • Die Mindestquerschnittsbestimmung der Kabel definiert sich anhand der beiden Betriebszustände: ungestörter Einspeisebetrieb UND Kurzschlussfall. Meist werden die Querschnitte der Kabel, die Energie mehrerer WEA transportieren, anhand der Stromstärken aus dem ungestörten Betrieb bestimmt. Dadurch weisen die meisten Kabel einen zu geringen Querschnitt auf. Wir dagegen betrachten den Kurzschlussfall, bei dem wir auch die Kurzschlussstrombeiträge der WEA berücksichtigen. So beugen wir im Falle eines Kurzschlusses einer möglichen Zerstörung von Kabeln vor.

Dies gilt auch für den ungestörten Einspeisebetrieb bei alten Kabeln, wenn sie überlastet sind. Zugleich erhöhen sich die Kabelverluste quadratisch zur Stromstärke, so dass es auch aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn ergibt, die so ermittelten Mindestquerschnitte zu unterschreiten. Eine Verwendung dieser Mindestquerschnitte ist für den sicheren Windparkbetrieb zwar ausreichend. Wir von CUBE Engineering aber bestimmen den Querschnitt so, dass das Kabel optimal ausgelegt ist, um das Risiko hoher Verluste von vornherein auszuschließen. Selbstverständlich prüfen wir alle von der Einspeisung eines geplanten Windparks betroffenen Kabel.

Ansprechpartner

Peter Ritter
Abteilungsleiter
Kontakt: